Lerther Bahnhof und zurück - Band 1 by Caspar de Fries

Lerther Bahnhof und zurück - Band 1

By Caspar de Fries

  • Release Date: 2015-07-07
  • Genre: Geschichte
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Description

Der Nachkomme des Indianerhäuptlings Patkamins vom Stamm der Tulalip, Joe Marvin, wuchs in einem Reservat auf und lernte sehr früh durch Reiten, Fischen, Jagen und Sammeln sich zu behaupten. Er erhielt nach seiner Zeit in der Reservatsschule als Jahrgangsbester ein Stipendium der US-Army, um in der Universität von Washington ein Studium zu finanzieren. Dort studierte er deutsche Geschichte, deutsche Literatur und Politwissenschaft. Weiterhin lernte er als weitere Fremdsprachen akzentfreies Deutsch und Französisch.
Er folgte als Freiwilliger dem Aufruf der Armee und besuchte die United States Military Academy in West Point in New York, mit Schwerpunkt der US Army Training and Doctrine Command (TRADOC), frei übersetzt: Heereskommando für Ausbildung, Einsatzschulung und Entwicklung.
Auf Grund seines Studiums und seiner bisherigen Ausbildung stand seiner Karriere im diplomatischen Dienst der militärischen Abwehr nichts mehr im Wege. Er schloss die Gesamtausbildung als Major Commander der United States Army ab. Seine neue Arbeitsstätte begann in Fort Monroe, in der Nähe des Küstenortes Hampton in Virginia.
Man teilte ihn dem Offiziersstab von General David Parkins zu, der sich im militärischen Abwehrdienst bereits einen Namen im 1. Weltkrieg machen konnte. Ziel war es, Major Command Joe Marvin mit dem Diplomatischen Corps, also die Gesamtheit der politischen Vertreter, vertraut zu machen, wo sich auch der gesamte Geheimagentenapparat der Welt tummelte. Hier herrschten gewisse Spielregeln, an die man sich während diverser Empfänge zu halten hatte. Für Joe ein ungewöhnliches Pflaster. Er, als Indianer eines Reservates, sollte sich nun auf dem Glitzerparkett der Obersten Gesellschaft bewegen, sich diplomatisch ausdrücken, die Leute in ihrer Landessprache ansprechen, Informationen sammeln und miteinander verknüpfen. Für ihn als Nahkampfspezialisten, zusammen mit indianischer Gelassenheit und Disziplin, war es eine gute Schule, um seine persönliche Taktik weiter zu optimieren und auszubauen. Sein höflicher und ruhiger Umgang mit den vielen internationalen Gepflogenheiten erhöhte schnell sein Ansehen, sodass man ihn gerne 1935 als Kulturattaché zur amerikanischen Botschaft nach Berlin schickte.

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