Online Mediation by Björn Mentzer

Online Mediation

By Björn Mentzer

  • Release Date: 2012-01-20
  • Genre: Business und Finanzen
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Description

Eine Konfliktlösung erfolgte vor Beginn des Computerzeitalters fast ausschließlich im persönlichen Umgang durch Kommunikation zwischen Anwesenden. Anhörungen, Konferenzen, Besprechungen, Gerichtsverfahren, etc. dienen in der Regel dem Zweck, die unterschiedlichen Kenntnisstände und Auffassungen in einem persönlichen Gespräch zu erörtern, mit dem Ziel eine gemeinsame Lösung zu finden.
Mit Verbreitung der Schrift in Briefen, später als Fax und heute per Email, und dem damit bedingten immer schnelleren Austausch zwischen den Konfliktparteien, tritt die Notwendigkeit des persönlichen Kontaktes weiter in den Hintergrund. Neuerdings ersetzen Email, Chat und Videokonferenzen zum großen Teil persönliche Gespräche und damit auch eine Konfliktlösung.
Dennoch erfolgt im Konfliktfall die letztendliche Streitbeilegung häufig vor Gericht, in aller Regel durch ein persönliches Erscheinen der Parteien, zu mindestens aber deren Vertreter.
Die immer weitere Verbreitung des Internets hat auch die Geschäftstätigkeit seiner Anwender verändert, sei es beim Abschluss von Kaufverträgen oder Dienstleistungsvereinbarungen.
Wo es früher üblich war, das Buch beim Buchhändler des Vertrauens um die Ecke zu erwerben, werden Bücher heute ohne direkten persönlichen Kontakt online z.B. bei Amazon bestellt. Verfolgt man die Berichterstattung im Internet zu den Online-Warenhäusern und Branchen, die Ihre Produkte auch zum Onlinekauf anbieten, vermelden diese prozentual ein zweistelliges Umsatzwachstum. Nach einer Internetmeldung bei www.kelkoo.de, wird der Online-Handelsumsatz 2011 um voraussichtlich 45% auf dann 15 Mrd. Euro steigen.. 
Dieser sogenannte B2C-E-Commerce birgt auf Seiten der Unternehmen und Verbraucher hohes Konfliktpotential. Laut einer im August 2010 veröffentlichten Studie des DIHK, wird jeder siebte, im Internet gekaufte Artikel zurückgeschickt. 80% der in der Umfrage befragten Unternehmen klagen über Mißbrauchsfälle. Ein Drittel gibt danach an, dass die zurückgesandten Waren 30% oder mehr an Wert verlieren. Wo Waren und Dienstleistungen über das Internet erworben werden, liegt es nahe, Streitigkeiten auch über das gleiche Medium zu lösen. 
Aber nicht nur das zunehmende Konfliktpotential bei Verbraucherstreitigkeiten durch die Verbreitung des Internets weckt den Bedarf an einer Online-Konfliktlösung. Das gesellschaftliche und geschäftliche Leben hat sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend beschleunigt. Zeit ist ein kostbares Gut, erst recht scheinbar ungenutzte Reise- oder Arbeitszeit. Statt eine mehrstündige Anreise eines oder mehrerer Beteiligter von Frankfurt nach München zur Durchführung einer Mediation in einer Wirtschaftsangelegenheit in Kauf zu nehmen, könnte diese Zeit bereits online einer Konfliktlösung gewidmet werden. 
Wenn im Geschäftsleben die Geschäftsbeziehung zwischen den Parteien schon in großem Maße online über das Internet durchgeführt wird, warum dann nicht dieses Medium im Konfliktfalle auch zur Lösung verwenden?
Kann eine nach dem klassischen Verfahren unter Anwesenden durchgeführte Mediation auch bei wirtschaftlich motivierten Konflikten, online mit den Werkzeugen des Internets durchgeführt werden und damit die Zukunft eines virtuellen Konfliktmanagements sein? 
Dies soll Thema der vorliegenden Seminararbeit sein, bei der im folgenden Teil II zunächst die Begrifflichkeit der Online-Mediation unter Abgrenzung zu den klassischen, alternativen Streitbeilegungsverfahren erläutert, und der derzeitige Stand von Online-Konfliktmanagementlösungen anhand von Beispielen aus der Praxis dargestellt wird. 
Im Teil III wird dann überprüft, in wieweit die Einhaltung der klassischen Merkmale und Charakteristika einer Wirtchaftsmediation durch Online-Internetsysteme gewährleistet werden kann. In einer Bewertung im Teil IV wird dann die Frage dieser Seminararbeit beantwortet, inwieweit die Wirtschaftsmediation Online di

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